| Supervision
zum Thema „Sexuelle Gewalt in der Kindheit“
Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode
zur Reflexion und Bearbeitung des beruflichen
Erlebens und Handelns. Ziel ist die Sicherung
und Verbesserung der Qualität der beruflichen
Arbeit.
Der Umgang mit sexueller Gewalt in der Kindheit
ist ein besonders schwieriges Arbeitsfeld.
Die Themen sind unter anderen: Grenzen - Grenzüberschreitung,
Macht – Ohnmacht, Täter –
Opfer, Sexualität, Gewalt, Familie –
Gesellschaft, Moral – Tabus.
Da die zugrundeliegende Dynamik sehr intensiv
und grenzüberschreitend ist, durchdringt
sie auch das Erleben und Handeln aller professionell
unterstützenden Personen.
Supervision sollte daher von Fachkräften,
Arbeitsteams und Bezugspersonen, die mit diesem
Thema konfrontiert sind, in Anspruch genommen
werden. Sie ist eine wichtige und notwendige
Unterstützung, um Klarheit zu gewinnen
und handlungsfähig zu werden, bzw. zu
bleiben.
Anlass für Supervision
zum Thema der sexuellen Gewalt kann sein:
· Unterstützung bei Kriseninterventionen
· Konkrete Fallsupervision
· Schwierigkeiten im Team durch Übertragung
der Mißbrauchsdynamik
· berufliche Rollen- und Identitätsklärung
oder Fragen wie:
· Wie und wo kann ich meine heftigen
und widersprüchlichen Gefühle zu
diesem Thema und zu den Betroffenen
klären?
· Wie kann ich mich abgrenzen und dennoch
unterstützend präsent sein?
· Wie kann ich wieder handlungsfähig
werden, wenn ich mich dem Thema nicht
gewachsen fühle?
· Was tue ich konkret in meiner Arbeit
und aus welchen Gründen mache ich
das?
· Was kann ich wie verbessern?
· Welche Schritte sind zu tun, damit
der Umgang mit dieser Thematik auch auf
lange Sicht konstruktiv vom ganzen Team getragen
wird?
· Wie ist es möglich, eine Kooperationsbasis
zwischen den zuständigen, bisweilen
aber miteinander konkurrierenden Institutionen
herzustellen?
Der berufliche Umgang mit sexueller Gewalt
in der Kindheit und mit der Dynamik von Macht
und Ohnmacht erfordert nicht nur große
Achtsamkeit und Klarheit im Kontakt mit den
KlientInnen, sondern ebenso mit sich selbst.
Ziele von Supervision
zum Thema „Sexuelle Gewalt in der Kindheit“
sind unter anderen:
· Entlastung von emotionaler Überforderung
und Eröffnung von Handlungsperspektiven
· Klärung von Übertragungen
und Erkennen der Mißbrauchsdynamik im
unmittelbaren Kontakt mit den
KlientInnen und auch in der Auswirkung auf
das unterstützende Umfeld
· Bearbeitung und Klärung von
Kommunikations- und Kooperationsproblemen
zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
oder mit Vorgesetzten sowie in
der Kooperation mit anderen Institutionen
und Einrichtungen
· Realisierung persönlicher und
institutioneller Grenzen und Handlungsmöglichkeiten
· Qualifizierung von Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern durch den gemeinsamen
Lernprozess
Die Ziele des Supervisionsprozesses werden
- dem jeweiligen Fall entsprechend - mit den
Supervisanden formuliert und in regelmäßigen
Auswertungssitzungen überprüft.
Methoden der Supervision:
· Ich biete Einzelsupervision und
Supervision für Arbeitsteams an.
· Mein Konzept in der Supervision
ist ganzheitlich orientiert, das heißt,
ich arbeite auf drei Interventionsebenen:
kognitiv, emotional und körperbezogen.
Eine Sensibilität für die eigenen
Körpersignale erhöht die Wahrnehmung
der eigenen Belastungsgrenzen und Gefühlsreaktionen.
Dies hilft, sich selbst zu schützen und
das Maß emotionaler Berührtheit
und Abgeschlossenheit besser zu regulieren.
Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist das supervisorische
Gespräch.
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