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Was
ist körperorientierte Psychotherapie?
Körperorientierte Psychotherapie ist
eine Form der Humanistischen Psychotherapie,
in der der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt
steht. Ein grundlegender Wunsch des Menschen
ist es, die ihm innewohnenden Kräfte
und Fähigkeiten zu erhalten und zu entfalten
und ein sinnvolles und erfülltes Leben
zu führen. Hierzu gehört, die Verantwortung
für sich, für die eigenen Entscheidungen
und somit für sein Leben zu übernehmen.
In der körperorientierten Psychotherapie
dient der Körper als wesentliche Orientierung.
Er ist der fühlende, präsente Ort
der Wahrnehmung, in dem sich alle Erinnerungen,
Gefühle und Haltungen unmittelbar ausdrücken,
spiegeln und manifestieren.
Zum Beispiel nehmen viele Menschen in schwierigen
Situationen, in denen sie von Angst erfüllt
sind, eine Schutzhaltung ein, die für
den Moment hilfreich sein mag. Werden solche
Situationen öfter und in Folge in dieser
Haltung erlebt, kann die Haltung selbst chronisch
werden. Was ursprünglich eine Schutzhaltung
war, engt dann sowohl körperlich wie
geistig ein und kann, im Zusammenspiel mit
anderen Faktoren, zu Krankheit führen.
Indem wir die Aufmerksamkeit auf die Atmung
und den Energiefluß im Körper richten,
Spannungen aufspüren und sanft lösen,
tauchen Bilder und Erinnerungen auf und wir
können im freien Fließen der Energie
ein neues Verständnis für uns selbst
entwickeln. Manchmal braucht es Berührung
von außen, in mitfühlendem Kontakt
und mit Einhaltung der individuellen Grenzen,
um den Organismus einzuladen, sich auszudehnen
und in Schwingung zu kommen. Ebenso ermöglicht
die Spiegelung im Außen, in einem klaren
Gegenüber, bei sich anzukommen und Neues
zu erleben oder auszuprobieren.
Ziel der Körpertherapie ist es, zu einem
Leben mit größtmöglicher Bewußtheit,
Authentizität und Lebensfreude zurückzukehren.
Hierzu gehört das bewußte Bewohnen
des eigenen Körpers genauso wie das eigenständige
Gestalten aller anderen Lebensbereiche, wie
Partnerschaft, Familie, soziale Kontakte und
Beruf.
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